Osteoporose
- 4,9 von 5 Sternen bei Google
- Über 10.000 zufriedene Kunden
- Anerkannt nach § 45a SGB XI
- Abrechnung mit allen Pflegekassen
Was ist Osteoporose?
Osteoporose (Knochenschwund) ist eine systemische Skeletterkrankung, bei der die Knochenmasse abnimmt und die Knochenstruktur sich verschlechtert. Die Knochen werden porös und brechen leichter, oft schon bei geringfügigen Anlässen wie einem leichten Sturz oder sogar beim Heben einer Einkaufstasche.
In Deutschland sind rund 6 Millionen Menschen betroffen, davon etwa 80 % Frauen. Nach den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was den Knochenabbau beschleunigt. Aber auch Männer können Osteoporose entwickeln.
Das Tückische: Osteoporose verursacht lange keine Beschwerden. Oft ist ein Knochenbruch das erste Zeichen, besonders häufig an Wirbelkörpern, Oberschenkelhals und Handgelenk.
Risikofaktoren erkennen
Einige Risikofaktoren lassen sich nicht beeinflussen, andere schon. Die Kenntnis hilft bei der Prävention:
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
- Alter (Knochenabbau ab ca. 30 Jahren)
- Weibliches Geschlecht
- Familiäre Veranlagung
- Frühe Menopause (vor 45 Jahren)
- Schlanker Körperbau, niedriges Körpergewicht
Beeinflussbare Risikofaktoren
- Bewegungsmangel: Knochen brauchen Belastung, um stabil zu bleiben
- Kalzium- und Vitamin-D-Mangel: Häufig im Alter
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Langzeiteinnahme von Kortison: Ein bedeutender Risikofaktor
- Untergewicht und Mangelernährung
Wie viele Stunden Unterstützung stehen Ihnen zu? Rechnen Sie es in zwei Minuten aus.
Stunden berechnenPrävention: Ernährung und Bewegung
Osteoporose lässt sich nicht vollständig verhindern, aber das Risiko und der Verlauf können erheblich beeinflusst werden:
Knochengesunde Ernährung
- Kalzium: 1.000-1.200 mg täglich, Milchprodukte, kalziumreiches Mineralwasser, Brokkoli, Grünkohl
- Vitamin D: 800-1.000 IE täglich, Sonnenlicht, fetter Fisch, Supplementierung (bei den meisten Senioren empfohlen)
- Eiweiß: Ausreichend Protein schützt die Knochen und Muskeln
- Vermeiden: Übermäßig Phosphat (Cola, Wurst), zu viel Salz, zu viel Koffein
Knochengesunde Bewegung
- Gewichtstragendes Training: Gehen, Treppensteigen, Tanzen, die Belastung regt den Knochenaufbau an
- Krafttraining: Muskeln ziehen an den Knochen und stimulieren sie, besonders effektiv
- Gleichgewichtstraining: Reduziert das Sturzrisiko, der häufigste Auslöser für Osteoporose-Brüche
- Regelmäßigkeit: Mindestens 3x pro Woche, idealerweise täglich
Behandlung bei bestehender Osteoporose
Wenn Osteoporose diagnostiziert ist, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:
- Basistherapie: Kalzium und Vitamin D als Grundlage jeder Osteoporose-Behandlung
- Bisphosphonate: Die am häufigsten eingesetzten Medikamente, hemmen den Knochenabbau
- Denosumab: Halbjährliche Spritze, hemmt knochenabbauende Zellen
- Teriparatid: Fördert den Knochenaufbau, bei schwerer Osteoporose
- Schmerztherapie: Bei Wirbelkörperbrüchen oft nötig
- Physiotherapie: Gezielte Übungen für Haltung, Kraft und Gleichgewicht
Die Knochendichtemessung (DXA) ist die wichtigste Untersuchung zur Diagnose. Ab 70 Jahren (Frauen) bzw. 80 Jahren (Männer) oder bei Risikofaktoren wird sie von der Krankenkasse übernommen.
Wie eine Betreuungskraft bei Osteoporose im Alltag unterstützt
Bei Osteoporose ist Sturzprävention das A und O, jeder verhinderte Sturz kann einen Knochenbruch und damit den Beginn einer Pflegespirale verhindern. Eine Betreuungskraft leistet hier entscheidende Hilfe:
- Sturzprävention im Haushalt: Stolperfallen beseitigen, rutschfeste Matten auslegen, gute Beleuchtung sicherstellen
- Sichere Begleitung: Beim Gehen, Treppensteigen und auf unebenen Wegen, eine helfende Hand gibt Sicherheit
- Tägliche Bewegung: Gemeinsame Spaziergänge und leichte Gymnastik, belastet die Knochen positiv und stärkt das Gleichgewicht
- Knochengesunde Ernährung: Kalziumreiche Mahlzeiten zubereiten, auf ausreichend Eiweiß achten
- Medikamentenerinnerung: Regelmäßige Einnahme der Osteoporose-Medikamente sicherstellen
- Schnelle Hilfe bei Stürzen: Wenn doch ein Sturz passiert, ist sofort jemand da, der hilft und bei Bedarf den Rettungsdienst ruft
Ein Oberschenkelhalsbruch ist für ältere Menschen oft der Beginn dauerhafter Pflegebedürftigkeit. Eine Betreuungskraft von Junior-Senior sorgt dafür, dass es gar nicht erst so weit kommt, durch Prävention, Begleitung und einen sicheren Alltag zu Hause.
Junior-Senior RedaktionFachlich geprüft
Erstellt und geprüft vom Team von Junior-Senior, Ihrem landesrechtlich anerkannten Anbieter für Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung mit über 10.000 betreuten Kunden.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- § 38 SGB V, Haushaltshilfe der Krankenkasse, Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de
- Pflegegrade und Begutachtung, Bundesministerium für Gesundheit
- § 45b SGB XI, Entlastungsbetrag, Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de
Beträge und Rechtsstand zuletzt geprüft am 23.08.2026. Maßgeblich ist der Gesetzestext; bei Abweichungen gilt die Auskunft Ihrer Pflegekasse.
Häufig gestellte Fragen
Vollständig rückgängig machen lässt sich Osteoporose nicht, aber der Knochenabbau kann gestoppt und die Knochendichte teilweise wieder aufgebaut werden. Medikamente, Bewegung und die richtige Ernährung sind die drei Säulen der Behandlung.
Osteoporose verursacht oft keine Beschwerden, bis ein Bruch auftritt. Warnsignale sind: zunehmender Rundrücken, Größenverlust (mehr als 4 cm), Rückenschmerzen. Eine Knochendichtemessung gibt Gewissheit.
Bei Osteoporose reicht schon ein leichter Sturz für einen Knochenbruch. Besonders der Oberschenkelhalsbruch ist gefürchtet, er erfordert fast immer eine Operation und führt bei vielen Betroffenen zu dauerhafter Pflegebedürftigkeit.
Die meisten Senioren in Deutschland haben einen Vitamin-D-Mangel, da die Eigenproduktion über die Haut im Alter nachlässt. Eine Supplementierung von 800-1.000 IE täglich wird von den meisten Fachgesellschaften empfohlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Verwandte Artikel
Ernährung im Alter
Gesunde Ernährung für Senioren: Nährstoffbedarf, Mangelernährung erkennen und Tipps für ausgewogene Mahlzeiten im Alter.
Sport & Bewegung im Alter
Warum Bewegung im Alter so wichtig ist, welche Sportarten geeignet sind und wie Sie trotz Einschränkungen aktiv bleiben.
Unser Online-Kundenportal kommt bald.
Termine buchen, Abrechnungen einsehen, Verträge digital unterschreiben – bald alles bequem an einem Ort.