Einkaufshilfe für Pflegebedürftige

10 Min. LesezeitVeröffentlicht am , aktualisiert am
  • 4,9 von 5 Sternen bei Google
  • Über 10.000 zufriedene Kunden
  • Anerkannt nach § 45a SGB XI
  • Abrechnung mit allen Pflegekassen

Was ist eine Einkaufshilfe?

Eine Einkaufshilfe unterstützt Menschen mit körperlichen oder mobilitätsbedingten Einschränkungen bei alltäglichen Besorgungen. Der regelmäßige Einkauf von Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Medikamenten gehört zu den grundlegenden Aufgaben im Alltag. Wenn diese Aufgabe zur Herausforderung wird, sorgt eine Einkaufshilfe dafür, dass die Versorgung gesichert bleibt.

Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen. Egal ob jung oder alt: Junior-Senior ist in Ihrer Nachbarschaft und unterstützt Sie zuverlässig.

Eine Einkaufshilfe kann dabei weit mehr als nur Lebensmittel besorgen. Sie begleitet beim Einkauf, hilft bei der Auswahl der Produkte, achtet auf Diätvorgaben und bringt die Einkäufe sicher nach Hause. Für viele Pflegebedürftige ist der begleitete Einkauf auch eine willkommene Abwechslung und Gelegenheit, unter Menschen zu kommen.

Einkaufshilfe begleitet eine Seniorin beim Lebensmitteleinkauf im Supermarkt

Welche Arten der Einkaufshilfe gibt es?

Je nach Bedarf und Mobilität stehen verschiedene Formen der Einkaufshilfe zur Verfügung. Die passende Lösung hängt von der individuellen Situation ab.

Einkaufsbegleitung

Bei der Einkaufsbegleitung wird die pflegebedürftige Person direkt zum Einkaufen begleitet. Eine Betreuungskraft oder ein Freiwilliger fährt mit, hilft beim Tragen und unterstützt bei der Orientierung im Geschäft. Diese Form eignet sich besonders für Menschen mit leichten Einschränkungen, die noch selbst entscheiden möchten, was in den Einkaufswagen kommt. Gleichzeitig bietet die Begleitung Sicherheit und Gesellschaft.

Einkaufsservice (Einkaufsvertretung)

Beim Einkaufsservice erledigt eine Hilfsperson den Einkauf stellvertretend. Die Betreuungskraft geht nach einer vorbereiteten Einkaufsliste einkaufen und liefert die Waren direkt nach Hause. Diese Variante ist ideal für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die das Haus nicht mehr verlassen können oder möchten.

Lieferdienste von Supermärkten

Viele Supermärkte bieten inzwischen einen eigenen Lieferservice an. Die Bestellung erfolgt online oder telefonisch, die Lieferung kommt direkt an die Haustür. Diese Option setzt entweder digitale Kompetenz voraus oder jemanden, der bei der Bestellung unterstützt. Unsere Alltagsbegleiter helfen gerne bei der Online-Bestellung.

Einkaufs-Shuttle und Bürgerbus

In einigen Regionen bieten Wohlfahrtsverbände wie das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter oder die Malteser spezielle Fahrdienste zum Einkaufen an. Diese "mobilen Einkaufswagen" oder Bürgerbusse fahren regelmäßig bestimmte Routen und bringen Pflegebedürftige zum nächsten Supermarkt und wieder zurück.

Vorteile einer professionellen Einkaufshilfe

Eine professionelle Einkaufshilfe bietet deutliche Vorteile gegenüber dem Versuch, den Einkauf alleine zu bewältigen oder sich ausschließlich auf Lieferdienste zu verlassen.

  • Unabhängigkeit bleibt erhalten: Beim begleiteten Einkauf entscheiden Sie selbst, was Sie kaufen möchten. Sie bleiben aktiv und selbstbestimmt.
  • Regelmäßige Versorgung: Keine leeren Kühlschränke mehr. Die Einkaufshilfe sorgt dafür, dass immer genug Lebensmittel und wichtige Artikel im Haus sind.
  • Entlastung für pflegende Angehörige: Angehörige müssen den Einkauf nicht mehr zusätzlich übernehmen und gewinnen wertvolle Zeit.
  • Soziale Teilhabe: Der gemeinsame Einkauf ist eine Gelegenheit, unter Menschen zu kommen und den Alltag aktiv zu gestalten.
  • Berücksichtigung spezieller Bedürfnisse: Diätvorgaben, Unverträglichkeiten oder besondere Wünsche werden zuverlässig berücksichtigt.
  • Finanzierbar über die Pflegekasse: Mit einem anerkannten Pflegegrad lassen sich die Kosten über verschiedene Budgets der Pflegekasse abdecken.

Einkaufshilfe in Ihrer Nähe finden

Es gibt verschiedene Anlaufstellen, um eine passende Einkaufshilfe in Ihrer Region zu finden:

  • Anerkannte Betreuungsdienste wie Junior-Senior: Können direkt mit der Pflegekasse abrechnen und bieten den Einkauf als Teil der Alltagsbegleitung an
  • Ambulante Pflegedienste: Viele Pflegedienste bieten neben pflegerischen Leistungen auch hauswirtschaftliche Unterstützung inklusive Einkauf an
  • Wohlfahrtsverbände: DRK, Caritas, Diakonie, Malteser und Johanniter vermitteln Einkaufshilfen und bieten Fahrdienste an
  • Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe: In vielen Gemeinden gibt es ehrenamtliche Helfer, die Einkäufe erledigen. Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde oder im Seniorenbüro nach.
  • Pflegekasse: Ihre Pflegekasse kann Ihnen anerkannte Anbieter in Ihrer Region nennen

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Kosten und Finanzierung der Einkaufshilfe

Die Kosten für eine Einkaufshilfe variieren je nach Art und Anbieter. Die gute Nachricht: Mit einem anerkannten Pflegegrad können Sie die Kosten in vielen Fällen vollständig über die Pflegekasse finanzieren.

131€

Entlastungsbetrag pro Monat

3.539€

Verhinderungspflege pro Jahr

0€

Eigenanteil in der Regel

Finanzierung über die Pflegekasse

Ab Pflegegrad 1 steht Ihnen der Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich zu. Dieser kann für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag genutzt werden, zu denen auch die Einkaufshilfe gehört. Nicht genutztes Budget spart sich monatlich an und verfällt erst am 30. Juni des Folgejahres.

Ab Pflegegrad 2 können Sie zusätzlich die Verhinderungspflege (bis zu 3.539 Euro jährlich) und die Kombinationsleistung nutzen. Damit lassen sich auch umfangreichere Betreuungspakete finanzieren.

Finanzierung über die Krankenkasse

Auch ohne Pflegegrad kann die Krankenkasse die Kosten für eine Einkaufshilfe übernehmen, wenn eine schwere Krankheit oder eine Krankenhausbehandlung vorliegt. Dafür benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung über die medizinische Notwendigkeit. Die Kostenübernahme ist in der Regel auf vier Wochen begrenzt.

Ehrenamtliche Einkaufshilfe

Ehrenamtliche Einkaufshilfen arbeiten häufig kostenlos oder gegen eine geringe Aufwandsentschädigung. Wohlfahrtsverbände und Nachbarschaftsinitiativen sind gute Anlaufstellen für ehrenamtliche Unterstützung.

Hilfsmittel für den selbstständigen Einkauf

Neben einer Einkaufshilfe gibt es verschiedene Hilfsmittel, die den selbstständigen Einkauf erleichtern können.

Einkaufs-Trolley

Ein Einkaufstrolley ist eine Einkaufstasche auf Rädern mit einem Fassungsvermögen von 50 bis 70 Litern. Er erleichtert den Transport der Einkäufe erheblich und ist besonders für Menschen geeignet, die noch mobil sind, aber Schwierigkeiten beim Tragen haben.

Elektromobil oder Rollator mit Einkaufskorb

Für Menschen mit stärkeren Geheinschränkungen gibt es Elektromobile (Scooter) mit Einkaufskörben oder Rollatoren mit integrierten Transporttaschen. Diese Hilfsmittel ermöglichen es, den Einkauf selbstständig zu erledigen und gleichzeitig mobil zu bleiben.

Einkaufs-Apps und digitale Helfer

Digitale Einkaufslisten, die mit Angehörigen geteilt werden können, erleichtern die Koordination. Produktscanner-Apps helfen bei der Identifikation von Inhaltsstoffen und Allergenen. Unsere Alltagsbegleiter unterstützen auch bei der Nutzung digitaler Hilfsmittel.

Wann brauchen Sie mehr als eine Einkaufshilfe?

Eine Einkaufshilfe ist ein guter Anfang. Es gibt jedoch Anzeichen, dass darüber hinaus mehr Unterstützung nötig ist:

  • Der Pflegebedürftige vergisst regelmäßig, Lebensmittel zu kaufen oder lässt Mahlzeiten ausfallen
  • Die Wohnung wird zunehmend vernachlässigt
  • Arztbesuche werden versäumt oder verschoben
  • Einsamkeit und sozialer Rückzug nehmen zu
  • Angehörige fühlen sich zunehmend überlastet

In diesen Fällen bietet eine umfassende Alltagsbegleitung mehr Sicherheit und Lebensqualität. Bei Junior-Senior können Sie den Umfang der Unterstützung jederzeit flexibel anpassen, wenn sich der Bedarf ändert.

Einkaufshilfe im Vergleich: Welche Unterstützung passt?

Art der UnterstützungGeeignet fürBesonderheiten
EinkaufsbegleitungLeichte Einschränkungen, Wunsch nach SelbstbestimmungGesellschaft und Aktivierung inklusive
EinkaufsserviceStärkere MobilitätseinschränkungEinkauf nach Liste, Lieferung nach Hause
Online-LieferdienstDigital affine Personen oder mit UnterstützungGroße Auswahl, flexible Lieferzeiten
Alltagsbegleitung (inkl. Einkauf)Personen mit weiterem UnterstützungsbedarfEinkauf plus Haushalt, Gesellschaft, Begleitung

Bei Junior-Senior ist der Einkauf immer Bestandteil der Alltagsbegleitung. So müssen Sie nicht verschiedene Dienste koordinieren, sondern haben alles aus einer Hand.

Einkaufshilfe über den Pflegegrad bei Junior-Senior

Egal ob jung oder alt: Junior-Senior ist in Ihrer Nachbarschaft und unterstützt Sie zuverlässig. Als anerkannter Betreuungsdienst bieten wir Ihnen klare Vorteile:

  • Direktabrechnung: Wir rechnen den Entlastungsbetrag, die Verhinderungspflege und die Kombinationsleistung direkt mit Ihrer Pflegekasse ab.
  • Kein Eigenanteil: Bei vollständiger Nutzung der Pflegekassen-Budgets entstehen in der Regel keine zusätzlichen Kosten.
  • Alles aus einer Hand: Der Einkauf ist Teil unserer Alltagsbegleitung. Haushalt, Gesellschaft, Arztbegleitung und Einkauf: Ein Ansprechpartner für alles.
  • Wir übernehmen die Bürokratie: Anträge, Abrechnungen und Kommunikation mit der Pflegekasse erledigen wir für Sie.
  • Schneller Start: In der Regel beginnt die Unterstützung innerhalb weniger Tage.
Junior-Senior Redaktion

Junior-Senior RedaktionFachlich geprüft

Erstellt und geprüft vom Team von Junior-Senior, Ihrem landesrechtlich anerkannten Anbieter für Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung mit über 10.000 betreuten Kunden.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Beträge und Rechtsstand zuletzt geprüft am 22.08.2026. Maßgeblich ist der Gesetzestext; bei Abweichungen gilt die Auskunft Ihrer Pflegekasse.

Häufig gestellte Fragen

Grundsätzlich kann jeder eine Einkaufshilfe beauftragen. Für die Finanzierung über die Pflegekasse benötigen Sie mindestens Pflegegrad 1. Auch ohne Pflegegrad kann eine ärztliche Verordnung die Kostenübernahme ermöglichen.

Ja. Ab Pflegegrad 1 können Sie den Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich nutzen, wenn der Anbieter nach Landesrecht anerkannt ist. Junior-Senior rechnet direkt mit Ihrer Pflegekasse ab.

Es gibt vier Hauptformen: Einkaufsbegleitung (gemeinsam einkaufen), Einkaufsservice (Stellvertretung nach Liste), Online-Lieferdienste und Einkaufs-Shuttle von Wohlfahrtsverbänden.

Anerkannte Betreuungsdienste wie Junior-Senior, ambulante Pflegedienste, Wohlfahrtsverbände (DRK, Caritas, Malteser), ehrenamtliche Nachbarschaftshilfen und private Anbieter.

Bei einem anerkannten Anbieter wie Junior-Senior in der Regel nicht. Wir rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab. Sie müssen nicht in Vorkasse gehen.

Ja. Unsere Alltagsbegleiter berücksichtigen Diätvorgaben, Unverträglichkeiten und persönliche Vorlieben beim Einkauf. Das gilt sowohl für die Einkaufsbegleitung als auch für den Einkaufsservice.

Der Entlastungsbetrag spart sich monatlich an. Nicht genutztes Budget verfällt am 30. Juni des Folgejahres. Nutzen Sie Ihr Budget regelmäßig, damit nichts verfällt.

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