Pflegekurse für Angehörige: kostenlos lernen, was den Pflegealltag leichter macht
- 4,9 von 5 Sternen bei Google
- Über 10.000 zufriedene Kunden
- Anerkannt nach § 45a SGB XI
- Abrechnung mit allen Pflegekassen
Das Wichtigste in Kürze
Pflegekurse nach § 45 SGB XI sind das kostenlose Trainingsprogramm der Pflegekassen für alle, die einen Menschen zu Hause pflegen oder es bald tun werden, auch für Ehrenamtliche und Interessierte ohne Pflegegrad des Angehörigen. Die Kasse muss die Kurse anbieten; für Sie fallen weder Kosten noch Voraussetzungen an.
0 €
Kosten, die Pflegekasse trägt alles
auch zu Hause
als individuelle Einzelschulung
ohne Pflegegrad
offen für alle Interessierten
Der Nutzen ist doppelt: Die Pflege wird sicherer für den Gepflegten (weniger Stürze, wunde Stellen, Fehler) und schonender für Sie (Rücken, Nerven, Wissen um Entlastung).
Die Formate: Gruppenkurs, Einzelschulung, online
| Format | Für wen ideal | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| Grundkurs in der Gruppe | Einsteiger, die auch den Austausch mit anderen Pflegenden suchen | 6 bis 8 Termine à 2 Stunden, vor Ort bei Kassen, Wohlfahrtsverbänden, Bildungswerken |
| Einzelschulung zu Hause | konkrete Situationen: Transfers am eigenen Bett, Lagern, Hilfsmittel in der eigenen Wohnung | 1 bis 3 Besuche einer Pflegefachkraft in Ihrer Häuslichkeit |
| Themenkurse | Demenz, Schlaganfall, Palliativbegleitung, Kinaesthetics (Bewegungslehre) | je nach Thema, oft kompakt an 2 bis 4 Terminen |
| Online-Kurse | Berufstätige und Fernpflegende, Lernen im eigenen Tempo | Videolektionen plus Übungsmaterial, von den Kassen anerkannte Portale |
Die Einzelschulung zu Hause ist der unterschätzte Star: Die Fachkraft übt die Handgriffe an Ihrem Bett, mit Ihren Hilfsmitteln, mit dem Menschen, den Sie pflegen. Kein Kursraum-Wissen, sondern Ihre echte Situation.
Wie viele Stunden Unterstützung stehen Ihnen zu? Rechnen Sie es in zwei Minuten aus.
Stunden berechnenWas Sie konkret lernen
- Bewegung und Transfers: rückenschonend vom Bett in den Stuhl, Aufrichten, Lagern gegen Druckstellen, Kinaesthetics-Grundlagen,
- Körperpflege: Waschen im Bett, Mundpflege, Hautbeobachtung, Intimpflege mit Würde (Grundpflege),
- Ernährung und Trinken: Schluckstörungen erkennen, Trinkmenge sichern, Essen anreichen,
- Demenz: Kommunikation, Validation, Umgang mit Unruhe und Aggression,
- Notfälle: Sturz, Verschlucken, Anzeichen von Schlaganfall und Infekt, wann 112 und wann Hausarzt,
- Selbstschutz und Leistungen: eigene Grenzen, Entlastungsangebote, welche Budgets der Kasse noch brachliegen.
Anmeldung in drei Schritten
- Pflegekasse anrufen (die Kasse der gepflegten Person oder Ihre eigene): nach aktuellen Kursterminen, Online-Angeboten und der Einzelschulung zu Hause fragen.
- Format wählen: Für den Einstieg Grundkurs oder Online-Kurs, bei akuten Problemen (Transfers, Demenz-Krisen) direkt die Einzelschulung anfordern.
- Teilnehmen und dranbleiben: Kurse dürfen wiederholt und kombiniert werden, etwa Grundkurs jetzt, Demenzkurs später, wenn sich die Situation ändert.
Träger sind neben den Kassen unter anderem Wohlfahrtsverbände, Volkshochschulen, Bildungswerke und Pflegedienste. Auch Pflegestützpunkte kennen das regionale Angebot. Und für alles, was Kurse nicht lösen, weil schlicht die Zeit fehlt, gibt es die praktische Entlastung: Haushalt, Betreuung und Vertretung über die Kassen-Budgets (Hilfe für pflegende Angehörige).
Junior-Senior RedaktionFachlich geprüft
Erstellt und geprüft vom Team von Junior-Senior, Ihrem landesrechtlich anerkannten Anbieter für Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung mit über 10.000 betreuten Kunden.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Begutachtungsrichtlinie und Antrag auf Pflegeleistungen, Medizinischer Dienst Bund
- § 38 SGB V, Haushaltshilfe der Krankenkasse, Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de
- Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick, Bundesministerium für Gesundheit
- Pflegegrade und Begutachtung, Bundesministerium für Gesundheit
- § 45a SGB XI, Angebote zur Unterstützung im Alltag, Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de
- § 15 SGB XI, Ermittlung des Grades der Pflegebedürftigkeit, Bundesamt für Justiz, gesetze-im-internet.de
Beträge und Rechtsstand zuletzt geprüft am 23.08.2026. Maßgeblich ist der Gesetzestext; bei Abweichungen gilt die Auskunft Ihrer Pflegekasse.
Häufig gestellte Fragen
Nichts, die Pflegekassen tragen die Kosten nach § 45 SGB XI vollständig, auch für Einzelschulungen zu Hause und anerkannte Online-Kurse.
Nein. Pflegekurse stehen allen offen, die pflegen, pflegen werden oder sich ehrenamtlich engagieren, unabhängig von einem Pflegegrad.
Ja, mehrere kassenanerkannte Portale bieten Videokurse zum Lernen im eigenen Tempo. Die Freischaltung läuft über die Pflegekasse und ist ebenfalls kostenlos.
Eine Pflegefachkraft kommt zu Ihnen und übt die Handgriffe direkt an Ihrer Pflegesituation: Transfers, Lagern, Hilfsmittel, Demenz-Kommunikation. Beantragt wird sie formlos bei der Pflegekasse.
Grundkurse meist sechs bis acht Doppelstunden, Themenkurse kompakter, Einzelschulungen ein bis drei Besuche. Wiederholung und Kombination sind ausdrücklich erlaubt.
Spezielle Demenz-Schulungen üben Kommunikation, Validation und den Umgang mit Unruhe und Abwehr. Sie gehören zu den gefragtesten Formaten und werden vielerorts auch als Angehörigengruppe mit Austausch angeboten.
Ja, auf Wunsch stellt der Träger eine Teilnahmebescheinigung aus, etwa für den Arbeitgeber oder als Nachweis ehrenamtlicher Qualifikation in der Nachbarschaftshilfe.
Weniger Rückenschmerzen durch richtige Technik, weniger Angst vor Notfällen, sichere Pflege und den Überblick über Entlastungsleistungen, die vielen Familien unbekannt sind.
Verwandte Artikel
Hilfe für pflegende Angehörige: Alle Entlastungswege
Hilfe für pflegende Angehörige: Auszeiten über Verhinderungspflege und Haushaltshilfe, Geldleistungen, kostenlose Pflegekurse und was AOK, DAK und Barmer bieten.
Grundpflege zu Hause: Aufgaben, Anleitung und Entlastung für Angehörige
Waschen, Anziehen, Essen, Mobilität: Was zur Grundpflege gehört, wie Angehörige sie sicher und rückenschonend leisten, wer sie bezahlt und wo professionelle Hilfe die Familie entlastet.
Pflegeberatung nach § 37.3: Pflicht-Beratungseinsatz einfach erklärt
Wer Pflegegeld bezieht, muss regelmäßig einen Beratungseinsatz nachweisen, sonst droht die Kürzung. Wann er fällig ist, wie der Termin abläuft, was er wirklich bringt und wie Sie ihn stressfrei organisieren.
Überlastung erkennen: Wenn die Pflege zu viel wird
Warnsignale für Überlastung und Pflege-Burnout, ein ehrlicher Selbst-Check und konkrete Auswege, bevor die Kraft ausgeht.
Unser Online-Kundenportal kommt bald.
Termine buchen, Abrechnungen einsehen, Verträge digital unterschreiben – bald alles bequem an einem Ort.