Haushaltshilfe nach OP

Die Operation ist überstanden, und zu Hause wartet alles, was liegen geblieben ist. Genau dafür gibt es die Haushaltshilfe nach § 38 SGB V: Die Krankenkasse zahlt sie nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder bei schwerer Krankheit — ohne dass Sie einen Pflegegrad brauchen.

  • Kein Pflegegrad nötig — die Krankenkasse zahlt nach § 38 SGB V
  • Start meist innerhalb weniger Tage, feste Bezugsperson
  • Direkt mit Ihrer Krankenkasse abgerechnet
Jule, Junior-Senior TeamSabine, Teamleitung HamburgNico, Junior-Senior Team
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Über 10.000 zufriedene Kunden, betreut aus Ihrer Nachbarschaft

  • 4,9 von 5 Sternen bei Google
  • Über 10.000 zufriedene Kunden
  • Anerkannt nach § 45a SGB XI
  • Abrechnung mit allen Pflegekassen

Haushaltshilfe nach Ihrer OP anfragen

Zwei Angaben genügen für den Anfang. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden und klären mit Ihnen, wer die Kosten trägt.

Wann war die OP?

Kostenlos und unverbindlich. Kein Pflegegrad nötig. Die Abrechnung läuft direkt mit Ihrer Krankenkasse.

Was nach der OP im Haushalt liegen bleibt

Nicht der Schmerz ist das Problem, sondern die Bewegungen, die Sie meiden sollen. Genau aus ihnen besteht Hausarbeit.

1

Belastungsgrenzen in den ersten Wochen

Fast jeder Eingriff bringt eine Phase mit sich, in der Heben, Bücken, Knien oder längeres Stehen ausfallen. Das trifft im Haushalt zuerst die Arbeiten am Boden und über Kopf — und die sind es, die sich am schnellsten stapeln.

2

Wundheilung und Infektionsrisiko

Solange die Wunde versorgt wird, ist Putzen mit Wasser, Staub und Reinigungsmitteln keine gute Idee. Auch der Weg in den Keller zur Waschmaschine fällt oft aus, wenn Treppen noch unsicher sind.

3

Kraft und Ausdauer brauchen länger als die Wunde

Die Naht ist nach zwei Wochen verheilt, die Belastbarkeit nicht. Viele unterschätzen genau das und übernehmen zu früh wieder alles — mit dem Ergebnis, dass die Genesung sich hinzieht.

4

Einkäufe und Wege

Tragen ist nach den meisten Eingriffen als Erstes tabu. Ein Wasserkasten, eine volle Einkaufstasche oder der Wäschekorb sind schwerer, als sie im Kopf sind.

Die genannten Zeiträume und Grenzen sind das, was Kliniken üblicherweise mitgeben. Je nach Eingriff, Verletzung, Vorerkrankungen und Heilungsverlauf gilt für Sie etwas anderes. Maßgeblich ist immer, was Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen sagt.

Das übernimmt Ihre Alltagsbegleitung

Eine feste Person, die zu vereinbarten Zeiten kommt und weiß, worauf es in Ihrer Situation ankommt. Keine wechselnden Kräfte, keine Vermittlung ins Blaue.

  • Wohnung reinigen, auch das, was am Boden und über Kopf liegt
  • Wäsche waschen, aufhängen, zusammenlegen, Weg in den Keller
  • Einkäufe erledigen und hochtragen
  • Kochen und für die nächsten Tage vorkochen
  • Begleitung zu Nachsorge- und Physiotherapieterminen
  • Botengänge, Apotheke, Post

Nicht dabei ist die Pflege am Körper — Waschen, Anziehen, Wundversorgung, Medikamente. Das übernimmt ein ambulanter Pflegedienst, den Ihre Krankenkasse als häusliche Krankenpflege ebenfalls bezahlen kann. Beides nebeneinander ist der Normalfall.

Wie lange die Kasse zahlt

Nach schwerer Krankheit, Krankenhausaufenthalt oder ambulanter Operation längstens vier Wochen. Lebt ein Kind unter zwölf Jahren oder ein Kind mit Behinderung im Haushalt, verlängert sich der Anspruch auf bis zu 26 Wochen. Viele Kassen gewähren über ihre Satzung mehr als das gesetzliche Minimum — fragen lohnt sich immer.

Wer die Bescheinigung ausstellt

Bei einer geplanten Operation stellt der Sozialdienst der Klinik die Bescheinigung oft schon vor der Entlassung aus. Nach einem ambulanten Eingriff übernimmt das der Operateur oder die Hausärztin.

Alles zu Anspruch, Antrag und Zuzahlung steht ausführlich auf Haushaltshilfe über die Krankenkasse.

In vier Schritten zur Haushaltshilfe

  1. 1

    Bescheinigung besorgen

    Klinik, Operateur oder Hausärztin bestätigen, dass Haushaltshilfe nötig ist — mit Stunden pro Tag und voraussichtlicher Dauer.

  2. 2

    Antrag bei der Krankenkasse

    Formular der Kasse oder formlos, Bescheinigung dazu. Die Entscheidung fällt meist innerhalb weniger Tage.

  3. 3

    Anfrage bei uns

    Postleitzahl und Zeitpunkt genügen. Wir prüfen die Verfügbarkeit in Ihrer Nähe und klären die Bewilligung mit.

  4. 4

    Start und Abrechnung

    Ihre feste Alltagsbegleiterin kommt zu vereinbarten Zeiten. Wir rechnen direkt mit Ihrer Krankenkasse ab.

Steht die OP noch bevor? Dann lassen Sie sich die Bescheinigung schon vorher ausstellen — die Hilfe steht am Tag Ihrer Rückkehr bereit.

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Häufige Fragen

Bekomme ich nach einer ambulanten OP auch eine Haushaltshilfe?+

Ja. Seit der Erweiterung von § 38 SGB V ist die ambulante Operation ausdrücklich genannt, ebenso die ambulante Krankenhausbehandlung. Es kommt nicht darauf an, ob Sie eine Nacht in der Klinik waren, sondern darauf, dass Sie den Haushalt vorübergehend nicht führen können und niemand im Haushalt das übernehmen kann.

Brauche ich für die Haushaltshilfe nach OP einen Pflegegrad?+

Nein. Die Haushaltshilfe nach § 38 SGB V ist eine Leistung der Krankenkasse und völlig unabhängig von der Pflegeversicherung. Wer bereits einen Pflegegrad hat, kann stattdessen den Entlastungsbetrag der Pflegekasse nutzen — das ist der bessere Weg, wenn die Hilfe länger als vier Wochen gebraucht wird.

Was kostet mich die Haushaltshilfe nach der Operation?+

Die gesetzliche Zuzahlung beträgt zehn Prozent der Kosten je Kalendertag, mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Wer von Zuzahlungen befreit ist oder die Belastungsgrenze erreicht hat, zahlt nichts. Den Rest rechnen wir direkt mit Ihrer Krankenkasse ab.

Wie schnell kann die Hilfe nach der Entlassung starten?+

Wenn Bescheinigung und Bewilligung vorliegen, meist innerhalb weniger Tage, bei Entlassung aus der Klinik oft direkt im Anschluss. Melden Sie sich am besten schon vor dem Operationstermin — dann steht die Hilfe an dem Tag bereit, an dem Sie nach Hause kommen.

Darf ein Angehöriger die Haushaltshilfe übernehmen und Geld dafür bekommen?+

Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad bekommen keine Vergütung. Erstattet werden ihnen aber Fahrtkosten und ein nachgewiesener Verdienstausfall. Bei entfernteren Verwandten, Nachbarn oder Bekannten übernimmt die Kasse die Kosten in angemessener Höhe.

Was ist, wenn ich die Hilfe länger als vier Wochen brauche?+

Dann führt der Weg zum Pflegegrad. Schon Pflegegrad 1 bringt einen monatlichen Entlastungsbetrag für eine dauerhafte Haushaltshilfe. Wir stellen die Abrechnung nahtlos von der Kranken- auf die Pflegekasse um, und dieselbe Alltagsbegleiterin bleibt bei Ihnen.

Haushaltshilfe in anderen Situationen

Quellen und Rechtsgrundlagen

Beträge und Rechtsstand zuletzt geprüft am 05.09.2026. Maßgeblich ist der Gesetzestext; bei Abweichungen gilt die Auskunft Ihrer Pflegekasse.