Bekomme ich nach einer ambulanten OP auch eine Haushaltshilfe?+
Ja. Seit der Erweiterung von § 38 SGB V ist die ambulante Operation ausdrücklich genannt, ebenso die ambulante Krankenhausbehandlung. Es kommt nicht darauf an, ob Sie eine Nacht in der Klinik waren, sondern darauf, dass Sie den Haushalt vorübergehend nicht führen können und niemand im Haushalt das übernehmen kann.
Brauche ich für die Haushaltshilfe nach OP einen Pflegegrad?+
Nein. Die Haushaltshilfe nach § 38 SGB V ist eine Leistung der Krankenkasse und völlig unabhängig von der Pflegeversicherung. Wer bereits einen Pflegegrad hat, kann stattdessen den Entlastungsbetrag der Pflegekasse nutzen — das ist der bessere Weg, wenn die Hilfe länger als vier Wochen gebraucht wird.
Was kostet mich die Haushaltshilfe nach der Operation?+
Die gesetzliche Zuzahlung beträgt zehn Prozent der Kosten je Kalendertag, mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Wer von Zuzahlungen befreit ist oder die Belastungsgrenze erreicht hat, zahlt nichts. Den Rest rechnen wir direkt mit Ihrer Krankenkasse ab.
Wie schnell kann die Hilfe nach der Entlassung starten?+
Wenn Bescheinigung und Bewilligung vorliegen, meist innerhalb weniger Tage, bei Entlassung aus der Klinik oft direkt im Anschluss. Melden Sie sich am besten schon vor dem Operationstermin — dann steht die Hilfe an dem Tag bereit, an dem Sie nach Hause kommen.
Darf ein Angehöriger die Haushaltshilfe übernehmen und Geld dafür bekommen?+
Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad bekommen keine Vergütung. Erstattet werden ihnen aber Fahrtkosten und ein nachgewiesener Verdienstausfall. Bei entfernteren Verwandten, Nachbarn oder Bekannten übernimmt die Kasse die Kosten in angemessener Höhe.
Was ist, wenn ich die Hilfe länger als vier Wochen brauche?+
Dann führt der Weg zum Pflegegrad. Schon Pflegegrad 1 bringt einen monatlichen Entlastungsbetrag für eine dauerhafte Haushaltshilfe. Wir stellen die Abrechnung nahtlos von der Kranken- auf die Pflegekasse um, und dieselbe Alltagsbegleiterin bleibt bei Ihnen.